Heimatgeschichte muss nicht langweilig sein!

Woher kommen die Ortsnamen- Endungen: "ried" ?

Was haben so merkwürdige Flurnamen wie Point, Brühl, oder Höcker zu bedeuten?

Solche Fragen können spannend und interessant sein, wenn man sich in die Zeit deren Entstehung begibt, sich vorstellt, wie es damals war und eine Geschichte erfindet, die dort spielt. Dann erleben es die Kinder hautnah und bekommen einen neuen Bezug zur Heimat.

Der junge Andreus verlässt sein Elternhaus, eine alte Mühle im hohen Ried an der Nassach, um sein Glück zu suchen.

Er hat die Nase voll von der strengen und räuberischen Herrschaft des fränkischen Herren Hägano, der auf seinem Herrschaftssitz mit Wehrturm auf dem Höcker wohnt und die Bevölkerung knechtet und ausraubt.

Er nimmt ein altes Boot und fährt damit auf dem Main davon. Ein Unwetter brachte aber das Boot zum Kentern und Andreus wäre sicher ertrunken, wenn ihn nicht eine schöne Fischerin mit ihrem Netzt gerettet hätte.

Andreus hatte als Folge des Unglücks sein Gedächtnis verloren. Weil er der Fischerin für seine Rettung sehr dankbar war, diente er ihr dafür mit seiner Arbeit. Er konnte ja nicht wissen, das sie eine gute Zauberin war, die ihm seine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft noch belohnen würde.

Als ein Jahr vergangen war und sie Andreus lieb gewonnen hatte, gab sie sich ihm als die gute Mainfee Sonnentau zu erkennen und verriet ihm das Geheimnis vom Schatz im Silberbach (Nassach/Sylbach), der zur Belohnung ihm gehören sollte.

Dann machten sie sich gemeinsam in Andreus Heimat auf, wo die Mainfee Sonnentau zusammen mit Andreus den schrecklichen Hägano besiegte. Sie fanden auch den Schatz und brachten ihn in Andreus Elternhaus, der alten Mühle.

Bald darauf heirateten sie und wohnten fortan in Häganos Burg.

Sie regierten das Land mit Güte und Gerechtigkeit und wurden glücklich und sehr alt.

 

 

 

 

 

Joomla templates by a4joomla