Für 7 Akteure ab ca. 8 Jahre und Chor

 

Es geht, politisch brisant, um die Entstehung von Migrationsproblemen, ausgelöst von der Angst vor Vermischung und Identitätsverlust.

Die Sehnsucht nach Anerkennung und Lebensqualität auf Seite der Migranten und Ausländerfeindlichkeit resultierend aus Vorurteilen auf der anderen Seite, sowie das daraus entstehende Phänomen der Subkulturenbildung.

 

Es zeigt in emotionalen Szenen, wie soziale Toleranz und eine mutige Aufgeschlossenheit für neue Kultureinflüsse das Zusammenleben verschiedener Völker nicht nur möglich, sondern bunter und schöner machen können.

 

Es ist ein Musical, das nicht nur Kinder anspricht.

Es berührt durch seine Aktualität und „altersneutrale Machart“.

 


Der Musikhasser

Ein sozialkritisches Musical von Martin Scherer 2010,

entstanden als Kinder- Kreativ- Projekt in Unterhohenried

 

Hintergrund,- Vorgeschichte:

Auf einem fernen Planeten unserer Milchstraße lebten einst die Völker der „Grippa“.

Sie unterschieden sich rein äußerlich nur auf Grund ihrer Hautfarbmuster.

 

Unwissenheit und Intoleranz schürten zwischen den Völkern Misstrauen, Ablehnung und die Furcht vor Vermischung.

 

 

 

Kam es dennoch vor, dass „Andersgemusterte“ sich lieben lernten und Kinder bekamen, wurden diese leicht an ihren buntkarierten Hautmustern erkannt.

 

 

 

Solche Kinder hatten es nicht leicht, wurden sie doch von den „Reinen“ als „Mixelgrippas“ beschimpft, obwohl sich in ihnen stets nur die Vorzüge beider Arten vereinten. Dies erzeugte wiederum Neid, Missgunst und manchmal auch blinden Hass auf ihre tolerante, fröhliche und weltoffene Lebensart.

 Die meisten der sogenannten „Mixelgrippas“ waren musisch begabt, intelligent und besaßen gut entwickelte, soziale Instinkte. Vorurteile und Fremdenhass waren ihnen gänzlich zuwider!

 

Eines Tages kam es zwischen den Völkern der Blaulängsgestreiften und der Gelbgepunkteten zu einem schrecklichen Krieg.

 


Auslöser hierfür waren wie immer in solchen Fällen absichtlich herbeigeführte Missverständnisse, Intoleranz und absichtlich sinnverdrehte Mythen.

 

Sie töteten sich gegenseitig millionenfach und verwüsteten ihre schönen Städte und das Land. Erst als alle Kriegs– und Mordmaschinen zerschlissen und fast alle jungen Grippa beider Völker umgebracht waren, als nur noch Elend, Hunger und Not herrschten, hörten sie damit auf.

 

Bald baten die überlebenden Blaulängsgestreiften das Volk der Grünquergestreiften, ihnen als Gastarbeiter zu helfen, um ihr ehemals blühendes Land wieder aufzubauen.

 

Tausende Grünquergestreifte kamen. Nach Jahren harter Arbeit begann sich das Volk und das Land der Blaulängsgestreiften wieder zu erholen und erblühte zu neuem Wohlstand.

 

Die Familien der Grünquergestreiften wuchsen ebenfalls. Die meisten von ihnen wollten im Land der Blaulängsgestreiften bleiben, denn sie hatten sich in den Jahren als Gastarbeiter neue Existenzen aufgebaut und  kulturelle Lebensräume geschaffen.

Ihre Kinder bekamen wieder Kinder und wuchsen im Land der Blaulängsgestreiften auf.

 

Obwohl ihre Vorfahren einst aus dem Land der Grünquergestreiften kamen und sie deren Kultur und manche auch ihre alte Sprache weiterhin liebten und lebten, war den meisten das Ursprungsland ihrer Ahnen fremd geworden.

 

Als das Volk der Blaulängsgestreiften die Hilfe der Grünquergestreiften nicht mehr brauchte, keimte der alte Fluch falscher Sagen und dummer Mythen wieder auf. Sie begannen einander wieder auf Grund ihrer Hautfarbmuster und Sprachintervalle zu beurteilen.

 

Die Regierung der Blaulängsgestreiften erfand ständig neue „Andersgemustertengesetze“, wodurch sich die Lebensqualität der Grünquergestreiften immer mehr verschlechterte.

 

Aber die Grünquergestreiften ließen sich nicht aus dem Land ekeln, sondern schlossen sich zum eigenen Schutz nur noch enger zusammen und bildeten eine Subkultur mit immer stärker werdendem Freiheitsdrang.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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